Die meisten Lebensmittelabfälle stammen aus Privathaushalten

Die Studie „Zu gut für die Tonne” der Uni Stuttgart hat Zahlen und Gründe zum Thema Lebensmittelverschwendung ermittelt. In Deutschland werden jährlich insgesamt 11 Millionen Tonnen Lebensmitteln weggeworfen. Lebensmittelabfälle fallen entlang der gesamten Wertschöpfung an, also in Produktion, Weiterverarbeitung, Vertrieb und schließlich beim Verbraucher.

Wer produziert die meisten Lebensmittelabfälle?

Haushalte 61%, Industrie 17%, Großverbraucher 17%, Handel 5%

Privathaushalte selbst werfen am meisten weg (61%), insgesamt 6,7 Tonnen im Jahr. Der durchschnittliche Deutsche wirft also innerhalb eines Jahres 81,6 kg Lebensmittel weg. Pro Tag sind das 225 g, soviel wie ein durchschnittliches Frühstück. Fast die Hälfte (47%) dieser Lebensmittelabfälle könnten vermieden werden.

Folgende Faktoren führen nach der Studie der Uni Stuttgart dazu, dass deutsche Privathaushalte so viele Lebensmittel wegwerfen:

  • Private Haushalte schätzen Lebensmittel nicht genug. Das liegt vor allem daran, dass alle Lebensmittel zu jeder Zeit verfügbar und innerhalb der EU verhältnismäßig billig sind.
  • Einkäufe werden nicht richtig geplant und der Überblick über die eigenen Vorräte fehlt.
  • Lebensmittel werden nicht richtig aufbewahrt und verderben deshalb schneller.
  • Privathaushalte verlassen sich zu sehr auf das Mindesthaltbarkeitsdatum. Ist es abgelaufen werden noch genießbare Lebensmittel ohne vorherige Prüfung entsorgt.