Protagonistin A.*

*möchte anonym bleiben
A.* gehört zu denjenigen Menschen, die aus Überzeugung „containern“, d.h. sie holt nachts Lebensmittel aus den Mülltonnen von Supermärkten, die aussortiert wurden. Dies gilt rechtlich als Straftat. A* möchte jedoch damit ein Zeichen gegen die Lebensmittelverschwendung setzen. Sie lebt sehr bewusst und geht dabei auf ihre eigene, unkonventionelle Art gegen die Missstände der Lebensmittelindustrie vor.

Mehr übers “Containern” findet ihr hier.

Protagonist Pius Horn

Filialleiter eines EDEKA in Nusplingen
Herr Horn hat das Geschäft seiner Familie übernommen und ist u.a. Filialleiter eines EDEKA im schwäbischen Nusplingen. Dieses Geschäft dient der ländlichen Nahversorgung. Es handelt sich um eine kleine Filiale, inklusive Backstube. Er kennt die Kunden beim Namen und in seinem Geschäft geht es persönlich zu. Herr Horn widerstrebt das Wegwerfen von Lebensmitteln und so versucht er Alternativen für die Weiterverwertung von ihnen zu finden.

Protagonist Markus Urban

Markus ist sehr pragmatisch, wenn es um Essen geht. Frische, Herkunft oder Saisonalität sind ihm nicht wichtig. Da er nur einmal im Monat einen Großeinkauf macht, hat er vielleicht in den ersten Tagen einen Salatkopf, danach Tiefkühlware und Konserven. Markus ist sich im Klaren darüber, dass er sich nachhaltiger und gesünder ernähren könnte, aber die Bequemlichkeit siegt doch immer wieder.

Premiere am 26. + 27. April 2013!

Endlich ist es soweit! Die Reportage „We love food – Vom Feld in den Mund und was dabei auf der Strecke bleibt“ feiert Premiere im Kino Museum in Tübingen. Und ihr seid natürlich herzlich eingeladen! Die Macherinnen des Films werden natürlich anwesend sein und freuen sich auf spannende Diskussionen mit euch!

Hier nochmal der Trailer:

„We love food – Vom Feld in den Mund und was dabei auf der Strecke bleibt“ ist eine 30-minütige Reportage darüber, welchen Stellenwert Lebensmittel in unserer Gesellschaft haben. In verschiedenen Interviews kommen Menschen zu Wort, die mit Lebensmitteln arbeiten, über sie forschen oder einen besonderen Bezug zu ihnen haben.

So begleitet „We love food“ sechs Protagonisten auf einer persönlichen Ebene und dokumentiert ihren Alltag und Umgang mit Lebensmitteln: vom kochfaulen Studenten, über eine anonyme Mülltaucherin bis zum reflektierten Supermarktbetreiber sind viele Facetten vertreten. Die Begriffe Wertschätzung, Nachhaltigkeit und Bewusstsein stehen dabei im Vordergrund, frei nach dem Motto „Schätze dein Essen und mach dir Gedanken!“

Wie sich das für eine richtige Premiere gehört, gibt es natürlich auch einen Sektempfang und die Möglichkeit Ideen auszutauschen.

Nach „We love food” wird noch ein zweiter Dokumentarfilm gezeigt, der ebenfalls im Rahmen einer Masterarbeit an der Uni Tübingen entstanden ist. Der Dokumentarfilm „Ins Schwarze getroffen – Die deutsche Blindenfußball-Nationalmannschaft“ begleitet diese auf dem Weg zu ihrem wichtigsten Spiel gegen die Türkei im Jahr 2012. Mehr Infos findet ihr hier.

Programm:

Plakat18:00 Uhr: Begrüßung
18:15 Uhr: “We love food” (30 Min.) mit kurzem Gespräch mit den Filmemacherinnen
19:00 Uhr: “Ins Schwarze getroffen” (45 Min.) mit kurzem Gespräch mit den Filmemachern
20:00 Uhr: Sektempfang und Get-Together (nur am Freitag)

Die Filme werden exklusiv am Freitag, den 26. und Samstag, den 27. April im Kino Museum in Tübingen gezeigt. Eine Eintrittskarte, mit der ihr beide Filme ansehen könnt, kostet 7 Euro und garantiert einen abwechslungsreichen und spannenden Abend! (5 Euro für Kinder unter 12)

Wir freuen uns auf euch! Gerne könnt ihr euch bei unserer Facebook-Veranstaltung anmelden!

Anfahrtsbeschreibung:


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Protagonist Jürgen Weiss

Gemüse ABO Weiss aus Gomadingen-Dapfen
Seit 1990 betreibt Herr Weiss mit seiner Frau eine eigene Gemüsegärtnerei. Hieraus entstand das heutige Unternehmen Weiss GEMÜSE ABO. Herr Weiss hat sich seinen Traum erfüllt und ist von seinem Konzept voll und ganz überzeugt. Er erfährt in seinem Alltag wie wenig Lebensmittel wertgeschätzt werden und kann auch sagen, wo die Probleme hierfür liegen.

Warum wir noch eine Reportage über Lebensmittelverschwendung machen

In den letzten Jahren erfährt das Thema Lebensmittelverschwendung große mediale und gesellschaftliche Aufmerksamkeit. In Deutschland hat besonders Valentin Thurn die Debatte mit seinem enthüllenden Dokumentarfilm „Taste the Waste“ (2011) angestoßen. Durch Aufnahmen auf vier verschiedenen Kontinenten dokumentiert Thurn globale Zusammenhänge. Der Zuschauer erfährt, welche Konsequenzen die Globalisierung der Lebensmittelindustrie hat.

Inspiriert von Thurns „Taste the Waste“ haben auch wir uns verstärkt mit der Verschwendung von Lebensmitteln beschäftigt. Wichtig erschien es uns von Anfang an positiv mit der Thematik umzugehen, welchen Bezug Menschen zu Lebensmitteln haben. So steht bei unserem Film „We love food“, an dem wir gerade arbeiten, weniger die Lebensmittelverschwendung z.B. von Supermärkten im Vordergrund. Uns ist es wichtiger unterschiedliche Ansätze und Alternativen im Umgang mit Lebensmitteln aufzuzeigen.

Unser Ziel ist es deshalb bei unserer Reportage vor allem auf einer persönlichen Ebene zu bleiben. Neben Menschen aus unserem Umfeld werden auch Institutionen (Tübinger Tafel, das Gemüse-Abo Weiss und das Fraunhofer Institut) gezeigt und zu ihrer Wertschätzung und ihrem Umgang mit Lebensmitteln befragt. Im Fokus steht dabei der persönliche Umgang mit Essen – ohne diesen zu bewerten. Der Kerngedanke unserer Reportage lautet dabei stets „Schätze dein Essen und mach dir Gedanken!“. Die Begriffe Wertschätzung, Nachhaltigkeit und Bewusstsein stehen dabei im Vordergrund.